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Künstler-Profil

Bei der zuag'roasten Unterrabnitzerin Margit Schiefer landet die Zeitung nicht im Müll. Sie verwendet Altpapier zur Herstellung von Puppen in allen möglichen Varianten und
Größen: Einen bunten Fisch in Handgröße oder das Urgestein "Puldl" aus dem
Dorf, fast lebensgroß. Die Methode der Verarbeitung nennt sich Pappmaché. Wie ist sie
dazu gekommen? "Ich sah eine handgefertigte, abersehr teure Meerjungfrau, die ich mir nicht leisten konnte. Also Margit griff ich selbst zu Papier, Kleister und Maltopf."

So hat sie aus der Not eine Kunst gemacht. Das war vor drei Jahren. Heute kann die Enddreißigerin, Ehefrau und zweifache Mutter, ohne diese Kunst nicht mehr leben. "Es ist Erfüllung und Wahn zugleich." Gatte und Kinder unterstützen sie in ihrem Eifer, auch wenn sie ab und zu maulen, wenn sie Adjudant spielen müssen. Ihre Bekannten wissen: "Sie ist wie ein Wespennest. Dauernd in Bewegung." So managed sie den Haushalt, sorgtfür Ordnung in der Schule und im Kindergarten. Und trotzdem verbringt sie pro Woche 20 Stunden mit ihren Puppen. Sie sagt selbst: "Im Hinterkopf bin ich immer auf der Suche nach Motiven." Dabei orientiert sie sich an lebenden Menschen: Von dem einen die Nase, die Augen des anderen, auch auf Zähne schaut sie. "Züge, die mir gefallen, müssen nicht schön, aber markant sein." Herauskommen Figuren unterschiedlichen Typs, die sie im Laufe der Gestaltung tauft." Namen wle Seppl, Franzl oder Hans sind alle schon längst vergeben. Und sie haben alle etwas gemeinsam. Sie alle tragen ihr Näschenhoch oben." Hochnäsig? "Vielleicht." Sicher ist: "Ursprünglich wollte ich als Mutter denTraum vom Kreativsein ausleben. Aber es hat so, wie ich mir es vorgestellt habe, nicht geklappt." Nun hatte Margit Schiefer ihre erste VernIssage mit Bildem und Puppen in Lockenhaus. Der Song "I once was lost, but
now I'm found" wurde gespielt. Passend für eine Frau, die durch eine Vielzahl von Zufällen zu
sich gefunden hat.

 

Kultur und Wein -
Strass lädt ein

Draßmarkt. Was haben Aquarelle, Wein und Pappmaschee gemeinsam? - Richtig:
die Wein-Degustationsräumlichkeiten des Weingutes Strass in Draßmarkt. Am 15. 11.
ist es also wieder soweit: Albert Domer aus dem Südburgenland wird mit heanzischen
Mundartgedichten um 19 Uhr die Vernissage der Kunstwerke von Margit Schiefer
und Martin Schuneritsch vornehmen. Das Auge der Besucher werden die vorweihnachtlichen Impressionen - Aquarelle und Pappmaschee-Arbeiten - von M. Schiefer und die Farbkompositionen von M. Schuneritsch in den Bann ziehen, während dazu der Gaumen von den erlesensten Rotweinen des Weinfachmannes Franz Strass verwöhnt wird. Vom traditionell Blaufränkischen bis zum Geheimtipp "lieblicher Rose" warten viele köstliche Weinschmankerl. Die Weinverkostung mit Kunstgenuss gibt es am 15. und 16. Nov. ab 17 Uhr und am 17. Nov. ab 13 Uhr. Um frei nach Karl Farkas zu sprechen - "schau'n Sie sich das an!"

Bezirksblatt Oberpullendorf, 13. Nov. 2002

 

Über den bellenden Gefährten

Lebensgroßer Pappmaché-Hund von Margit Schiefer. Sitzt als Tor-Wächter im Hundemuseum Klostermarienberg.

Das erste und einzige europäische Hundemuseum öffnete in Klostermarienberg seine Pforten.

Ob schlapp- oder spitzohrig, winzig klein oder groß wie ein Kalb - im neueröffneten Hundemuseum wird keiner der wedelnden Vierbeiner vergessen. Und sein menschlicher Partner wird daran erinnert, wie eng die Geschichte von Mensch und Hund verknüpft ist.

Klostermarienberg. Begonnen hat alles letztes Jahr mit der Ausstellung "Mensch und Hund - eine Beziehungsgeschichte". Durch die Initiative von Anton Schoberwalter und dem Verein "Kultur im Kloster" konnte die Beziehung zum bellenden Partner weiter vertieft werden - und der Besucher kann sich von nun an in einem kleinen aber feinen Museum umfassend ins Thema "Hund" einschnüffeln.

Kunstwerke aus aller Welt
Der Schwerpunkt des Museums liegt dieses Jahr auf der Darstellung des Hundes in drei Jahrhunderten anhand von Grafiken, Schautafeln und Fotographien. Zusätzlich konnten wertvolle Exponate aus der umfangreichen Privatsammlung Fleig für das Museum gewonnen werden. So kann man in Klostermarienberg Kunstwerke aus der ganzen Welt zum Thema "Hund" bewundern - wie etwa die hundert Jahre alte Bronzestatue eines Greyhounds aus
Buthan oder einen ebenso alten holländischen Karusellhund.

Haustiermuseum geplant
Dem Hund in seiner .vielfältigen Bedeutung für den Menschen wird in Klostermarienberg bereits Rechnung getragen. Das Hundemuseumsoll soll laufend erweitert werden
und in den kommenden Jahren auch anderen Haustieren Platz bieten - Katze, Pferd und
Kanarienvogel brauchen also keine Benachteiligung zu befürchten.

Bezirksblatt Oberpullendorf, 19. Mai 2002

 
Schule als Werkstatt für Osterhasen

In eine Osterhasenwerkstatt hat sich in den vergangenen Tagen die Volksschule Oberrabnitz - Karl verwandelt. Unter der Anleitung der Hobbykünstlerin Margit Schiefer durften die Mädchen
und Buben den Schmuck für aas nahende Fest selbst gestalten. Gebastelt wurde vorwiegend mit Papier. Die kleinen Künstler waren erstaunt, wie vielfältig verwendbar dieses Material ist. Den schönsten Hasen gaben sie der Lehrerin als Dankeschön mit.

Krone Burgenland, 27. März 2002
 
Eine innovative Idee zum burgenländischen Landesfeiertag

11. Nov: St. Martins Brauchtum

Schüler der Volksschule aus Günseck gestalten diesen Tag mit ihrer Frau Dir. Helga Puhr und der Künstlerin Margit Schiefer aus Unterrabnitz einmal anders. Vom burgenländischen Brauchtum nicht mehr wegzudenken sind die zahlreichen Martinsumzüge. In Günseck
bastelten unter Anleitung der Unterrabnitzer Künstlerin Margit Schiefer, Jessica, Christina, Paul, Robert, Peter und Patrick, Kürbis-Laternen, die innen mit Pappmaché ausgefüllt sind und auf wunderbare Weise mit elektrischem Strom versorgt werden. Da der kleine Blondschopf Paul mütterlicherseits schwedische Wurzeln hat, wird am Laternenumzug am Sa. 10.11. um 17 Uhr schwedisch, deutsch und englisch gesungen.

Bezirksblatt Oberpullendorf, 24. Okt. 2001
 

Kunst in Haus, Hof und Garten

Angeknüpft an den großen Erfolg, den Margit Schiefer bereits im Vorjahr mit Ihrer Ausstellung erzielte, findet heuer wieder ein "Tag der offenen Tür" von Samstag, den 31. Mai bis Sonntag , den 1. Juni in Unterrabnitz statt. Haus, Hof und Garten sind mit Objekten der Künstlerin geschmückt. Zu bestaunen gibt es verschiedenste Objekte aus Pappmaschee sowie Acrylbilder, Aquarelle und ihre einzigartigen Papierreliefbilder.

Auch wer Kinder hat, ist herzlich willkommen - der Nachwuchs kann sich ungestört in einer Bastelecke beschäftigen. Ebenso finden auch laufend Kinderworkshops statt. Auf Ihren Besuch freut sich Margit Schiefer.

Burgenland Mitte, Mai 2003